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Indikationen
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Alle psychischen und psychisch mitbedingten Störungen und Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters; Verhaltensauffälligkeiten, Entwicklungsstörungen (Motorik, Sprache, schulische Fertigkeiten) und neurologische Störungen (z.B. Tics), psychosomatische Störungen (Magersucht, Bulimie u.a.), Anpassungsstörungen (z. B. nach Scheidung oder Gewalterfahrung), Störungen der Emotionalität (z.B. Angst) und des Sozialverhaltens (z.B. Aggressivität), Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen, neurotische (z.B. Zwänge) und psychotische Erkrankungen.
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Diagnostik
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Erstvorstellung (Mutter/Eltern und Kind, Dauer ca. 45 min):
(gesetzlich Versicherte: Überweisung durch Hausarzt/Kinderarzt)
Vorgeschichte (Symptomatik, Eigen-, Familien- und Sozialanamnese), Exploration, Erhebung des psychischen Befundes, psycho-somatische Differentialdiagnose, Beziehungs- und Interaktionsdiagnostik, orientierende Testverfahren, Mitteilung einer vorläufigen Hypothese und eines therapeutischen Vorschlags; Fragebögen, ggf. Anforderung von Vorbefunden und Schulbericht.
Eine sorgfältige Diagnostik ist die Grundlage der Behandlung, in Krisenfällen wird die Diagnostik in die Therapie integriert.
Reihenfolge und Zahl der diagnostischen Termine richten sich nach dem Einzelfall:
1./2. Termin (Kind/Jug., je 45 min): Entwicklung und Begabung
allgemein: Entwicklungsstand und intellektuelle Begabung,
speziell: Teilleistungsstörungen, neuropsychologische Tests, spezielle Funktionen mit standardisierten Tests
3. Termin (Kind/Jug., 45 min): Emotionale Diagnostik
Verlaufsbeurteilung. Körperliche/neurologische Untersuchung, Entwicklungsdiagnostik, Exploration, projektive Tests.
4.Termin (Kind/Jug., 45 min): Motologische Diagnostik
Untersuchung von motorischem Entwicklungsstand, Körperkoordination und Fein-/Graphomotorik
Diagnostisches „Abschlußgespräch“ (beide Eltern und Kind, ca. 45 min):
Verlaufsbeurteilung; Ergänzung der Familiendiagnostik, Besprechung und Bewertung der Befunde; Beratung der Bezugspersonen:
Feststellung von Krankheitswert und Behandlungsnotwendigkeit.
Indikationsstellung für Therapie oder erweiterte Diagnostik, Information über die vorgeschlagene Therapieform und Alternativen, Beurteilung der Prognose.
Klärung des weiteren Vorgehens: Therapievereinbarung oder Weiterverweisung.
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Arztbrief
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Diagnosestellung nach ICD 10. Zusammenfassung von Anamnese und Befunden, Begründung der Diagnose und des Therapievorschlags.
Auf Wunsch erhalten die Bezugspersonen einen Befundbericht
(5.- € Kostenerstattung).
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Therapeutisches Angebot
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(orientiert an den wissenschaftlichen Leitlinien der kinder- und jugendpsychiatrischen Verbände Deutschlands):
Psychiatrische Behandlung (meist in Form einer komplexen Strategie in Zusammenarbeit mit z.B. Ergotherapeuten, Lehrern, Elternberatung bzw. Familientherapie und ggf. medikamentöser Therapie);
kinder- und jugendpsychiatrische Familienarbeit;
Sozialpsychiatrische Behandlung: erfolgt je nach Bedarf in Kooperation mit Schulen, Kindergärten, Ergotherapeuten, Logopäden, Jugendamt und Sozialen Diensten.
Behandlung von Teilleistungsschwächen, Entwicklungsstörungen und kombinierten Störungen einzeln und in der Gruppe;
„Mutter/Eltern–Kind–Interaktions“-Therapie
Krisenintervention und Konsiliardienst;
Beratung, auch von Ämtern;
tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (auch niederfrequent stützend);
Kinder- und Jugendlichengruppen (Soziale Kompetenz, Angststörungen,
Konfliktbewältigung, Aufmerksamkeitstraining u.a.);
Helferkonferenzen;
Supervision von Einzeltherapeuten und Teams
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Methodologische Orientierung
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Die angewendeten Methoden richten sich nach der Indikation: Je nach den Notwendigkeiten des Einzelfalles werden psychiatrische, sozialpsychiatrische und sozialpädagogische, familientherapeutische, tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische Interventionen integriert.
Zusätzliche Interessen- und Ausbildungsschwerpunkte sind:
Psychoanalyse, katathym-Imaginative Psychotherapie (KIP) und ressourcenorientierte Kurzzeittherapie
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Qualitätssicherung
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Ein kontinuierliches Qualitätsmanagement (QEP) wird derzeit in Kooperation mit der Athene Akademie eingeführt. Qualitätsbeauftragte: Dr. Wienand, G. Gettler.
Strukturqualität:
Alle Mitarbeiterinnen haben zusätzlich zu ihrer Ausbildung an einer anerkannten Einrichtung und ihrer
beruflichen Praxis eine abgeschlossene oder vor dem Abschluss stehende Fort- bzw. Weiterbildung
einem Psychotherapieverfahren für Kinder und Jugendliche.
Die Diagnostik wird mit objektiven Verfahren nach aktuellem wissenschaftlichen Stand durchgeführt,
ergänzt durch Fragebogen, ggf. Fremdbeurteilung, und durch projektive Testverfahren.
Die Diagnosestellung erfolgt nach ICD 10 und dem Mulitaxialen Klassifikationsschema für
Psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters (Remschmidt/Schmidt/Poustka (Hrsg.) 2001).
Prozessqualität:
Regelmäßige Teambesprechungen mit Fallvorstellungen sind integrierter Bestandteil unserer Arbeit.
Eine sorgfältige und korrekte Dokumentation aller Befunde und Maßnahmen ist selbstverständlich.
Die Fortbildung des Mitarbeiterteams erfolgt in internen Fortbildungsveranstaltungen zu praktisch
wichtigen Themen, durch den Besuch von externen Fachtagungen, Seminaren und Kongressen,
durch regelmäßige Besprechung wichtiger Veröffentlichungen und über die kontinuierlich aktualisierte
Praxisbibliothek samt Fachzeitschriften.
Externe Supervision wird im Bedarfsfall in Anspruch genommen.
Ergebnisqualität:
Arztbrief: Für jeden Patienten erstellt Dr. Wienand nach abgeschlossener Diagnostik einen
ausführlichen Arztbrief, den in der Regel der überweisende Kinder- oder Hausarzt erhält. Er
umfasst die Symptomatik samt Vorgeschichte, die familiäre Situation, die erhobenen Befunde,
die diagnostische Beurteilung und eine Empfehlung.
Auf Wunsch (und gegen Erstattung der Unkosten) erhalten die Eltern/Bezugspersonen einen
Befundbericht.
Interne Evaluation: Am Ende einer Behandlung erfolgt eine Beurteilung des Behandlungserfolgs durch
alle Beteiligten (Kind, Eltern, TherapeutIn) mit einem standardisierten Verfahren
(Fragebogen zur Beurteilung der Behandlung FBB, Mattejat 1999). Die Ergebnisse
werden praxisintern auswertet.
Externe Evaluation: Die Praxis beteiligte sich zusammen mit anderen kjp Praxen an einer
unabhängigen Beurteilung der Behandlungs- und Ergebnisqualität sowie der
Behandlungszufriedenheit durch eine Forschergruppe der Universität Marburg:
kjp-Qualität. Modell-Forschungsprojekt zur Qualität kinder- und jugendpsychiatrischer
Behandlungen“, Abschlussbericht: Mattejat et al 2006.
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Kooperationen
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Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und KJ-Psychotherapeuten, Jugendhilfe, Ergotherapeuten, Beratungsstellen, Schulen, Kliniken etc.; Moderator Qualitätszirkel Psychotherapie; Supervisionsgruppen in KIP; Regionaltreffen der KJPP in Nordwürttemberg; Psychosozialer Arbeitskreis KJ in Böblingen; Teilnahme an Forschungsprojekten;
Kooperationsvereinbarung mit dem C.G.Jung-Institut Stuttgart und dem Psychoanalytischen Institut Stuttgart e.V. über praktische Tätigkeit i.R. der Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychoherapeuten.
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Prävention
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Öffentlichkeitsarbeit/Vorträge;
Initiative zum Auf- und Ausbau des Psychosozialen Arbeitskreises KJ in Böblingen;
Mitgliedschaft und aktive Mitarbeit in der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (DGKJPP) und im Berufsverband der niedergelassenen Fachärzte (BKJPP).
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